Ich konnte mit dem Begriff bisher nicht wirklich viel anfangen, doch seit dieser Woche spüre ich am eigenen Leibe, was es bedeutet: Mütternetzwerk.
Hört sich doof an, ist aber durchaus hilfreich und sinnvoll. Vor allem, wenn man/frau/kind niemanden aus der Familie in unmittelbar näherer Umgebung hat, auf den er zählen kann. So wie hier der Fall.
Mütternetzwerk, so wie ich den Begriff verstehe, bedeutet nichts anderes, als dass wir uns gegenseitig helfen (und nicht, wie es so häufig passiert, uns gegenseitig runterziehen und fertigmachen). Und so begab es sich, dass ich mit Davids Kindergartenfreund J.’s Mama ein Abkommen getroffen habe, welches uns ein gewisses Stück Freiheit zugesteht. So nehme ich J. nun gemeinsam mit David mit zum Kinderturnen (weil J.s Mama an dem Tag arbeiten muss, J. aber da so gerne hingehen würde) und sie nimmt dafür David tags darauf nach dem Kindergarten mit zu sich nach Hause (zum Spielen mit J.), so dass ich David nicht mitschleppen muss in die Krabbelgruppe für die bis Dreijährigen- wo er sich so langweilt, dass er richtig dicken Unfug anstellt (so geschehen letzte Woche, als wir anschliessend einen heftigen Disput hatten).
Mütternetzwerk. Unglaublich, wie sehr manchmal das Leben leichter laufen kann, wenn man einfach nur den Mum hat, die andere Mutter zu fragen. Denn bekanntlich siegt Frechheit und in diesem Fall war J.s Mutter sooo froh, dass ich sie gefragt habe wegen David, denn sie hatte sich bisher nicht getraut, mich zu fragen wegen dem Mitnehmen zum Kinderturnen…
Ich freue mich jedenfalls sehr und hoffe, dass es sich gut anläuft.



