Irgendwie scheine ich wohl den Anschluss verloren zu haben. Wo ich früher noch überall Bescheid wusste und sie auch über mich Bescheid wussten, war die Welt noch in Ordnung. Da hatte ich wohl noch zu jedem und zu allem noch etwas zu sagen. Dem scheint nun nicht mehr so. Woran liegt das?
Ein Selbstverschulden ist nicht auszuschliessen, wenn nicht sogar ursächlich für diesen Zustand. Ich gehöre nicht mehr dazu zu dieser netten, klugen, starken, tollen Bloggergemeinschaft. Klar, wie denn auch? Wo nichts geschrieben wird, gibt es nichts zu lesen ergo auch nichts zu sagen. So ist das wohl. Sowohl im weltweiten Web als auch im realen Leben. Es gibt nichts interessantes mehr, was es nicht schon irgendwo in irgendeiner Art gegeben hätte. Sollte es das überhaupt? Das Rad neu erfinden ist ziemlich schwierig, zumal es selbiges schon in zigtausend Varianten gibt…
Schade eigentlich. Denn bisher hat mir das Bloggen viel gegeben. Sehr viel. Wärme. Verständnis. Zuversicht. Geborgenheit. Freundschaft. Gleichgesinnte. Neue Impulse. Bestätigung. Viele Facetten, die ich eher selten im wahren Leben gefunden habe- im Alter allerdings immer häufiger. Wenigstens etwas.
Obs hier weitergehen wird, weiß ich nicht. Zu erschöpft fühle ich mich im Moment. Zum Schreiben, zum Lesen, manchmal sogar zum Leben. Trotzdem stehe ich jeden Tag wieder auf. Vielleicht schaffe ich es auch in der virtuellen Welt.
Aber erstmal bin jetzt ich dran. Der Mensch Ines, der hinter der ganzen Sache steckt. Denn der soll schliesslich nicht auf der Strecke bleiben. Und deshalb einfach nur ein kurzes und leises: Tschüss, Ihr da draussen.



















