Der Schäfer-Clan

12.August 2008

Gelähmt

Gespeichert unter: Blogger, Freunde, Katastrophen, WahnSinn — IneS. @ 9:39

Ich fühle mich, als wäre ich gelähmt. Ständig sind meine Gedanken bei ihr. Die Nacht war schlaflos. Die Gedankenmaschinerie kreist. Und ständig drängt sich die leise Angst ein, wann wohl mich so eine schreckliche Nachricht erreichen wird- so viel, wie mein Liebster im Auto unterwegs ist. Ich passe auf! sagt er. Ohne Zweifel. Und dennoch gibt es jeden Morgen irgendeinen Idioten, der aufsteht und Unschuldige in den Tod reisst, selbst aber lustig weiter vor sich hin lebt.

Zorn. Wut. Trauer. Fassungslosigkeit.

Immer wieder der Moment, der mich innehalten und zweifeln lässt. Der Gedanke: Das kann doch gar nicht sein! Das muss ein Versehen sein! Ein großer Irrtum! Ich bewundere sie für ihre Worte, die sie gefunden hat. Diese Stärke, die da durchklingt. Und trotzdem frage ich mich: Ist das so? Ist man für die Kinder willen stark? Kann man einfach so weitermachen? Ich bin immer noch gelähmt und fühle mich hilflos. Zumal ich dieses Menschen ja gar nicht wirklich kenne. Und mich dieses Schicksal so sehr mitnimmt.

Sag mir- uns- bitte Bescheid, wenn wir Dir irgendwie helfen können, liebe Ulrike! Ich glaube, dass es ganz vielen da draussen ähnlich geht und sie gerne helfen würden, nur  nicht wissen wie…

7 Kommentare »

  1. ….nur nicht wissen wie!
    genau!

    Kommentar von June — 12.August 2008 @ 12:22

  2. Mir gehts wie dir.
    Der schlimmste Alptraum, dass meinem Mann etwas passiert. Auch viel beruflich unterwegs, dann auch mit dem Motorrad.
    Ich hab heute Früh die Todesnachricht von Moritz-Papa gelesen und kann es noch immer nicht glauben ,ich bin einfach nur fassungslos. Und es beschäftigt mich seit der Früh.
    Natürlich helf ich auch gerne.
    Liebe Grüße
    Elisabeth
    die bisher stille mitgelesen hat

    Kommentar von Elisabeth — 12.August 2008 @ 12:23

  3. Ja, es ist schrecklich. Mir kullerten die Tränen … und das nicht einmal.
    Der Gedanke an Moritz’s Mama beschäftigt mich auch schon die ganze Zeit …ja, helfen wollen, nur nicht wissen wie.

    Kommentar von Sabine — 12.August 2008 @ 13:07

  4. mich beschäftigt das auch sehr – und das, obwohl ich wirklich nur sehr sporadisch da lese. das isses aber auch nich, sondern eben dein gedanke und die angst, dass es einem selber passiert.

    ines, du darfst trotzdem nicht zulassen, dass die angst dich lähmt und sich über alles legt! bitte such dir unterstützung falls sich das bei dir abzeichnet. das haben deine kinder, der gatte und auch du nicht verdient!

    alles liebe, silke

    Kommentar von Cecie — 12.August 2008 @ 13:08

  5. Hallo Ines,
    mir geht es wie dir. Ich bin seit gestern abend auch nur in Gedanken, was wäre wenn…..Konnte selbst auf der Arbeit nur schwer meine Tränen unterdrücken.
    Ebenfalls lebe ich seit geraumer Zeit (eigentlich seit dem die Kinder da sind) mit der Angst eine solche Nachricht könnte auch mir ins Haus stehen. Michi fährt Motorrad, auf seiner Arbeit gibt es fast jährlich tödliche Unfälle…
    In meinem Tageshoroskop steht dass ich aufpassen soll nicht in einen Teufelskreis von pessimistischen Gedanken zu geraten, aus dem es kein Entrinnen gibt. Wie passend!!!
    Ich glaube das solltest du wohl auch!
    In diesem Sinne, versuch mal zu lächeln, ich lächel zurück.
    Liebe Grüße Josie

    Kommentar von Josie — 12.August 2008 @ 16:12

  6. ♥ ….

    den ganzen Tag schweifen immer wieder meine Gedanken zu ihr und ihrem Schicksal……ja Autofahren kann gefährlich sein, das zu Fussgehen, das Radfahren, ein Flug in die Ferne, doch dürfen wir uns nicht lähmen lassen.

    Helfen wo man kann, wenn man kann, wenn man darf…..ich hoffe das der welcher den Hilferuf hört auch handeln wird…..nur wie?

    LG Bonafilia

    Kommentar von bonafilia — 12.August 2008 @ 18:54

  7. @ Zorn, Wut , Trauer, Fassungslosigkeit

    Ja das sind die Gefühle die mich auch jedesmal beim Tod von meinen Großeltern und von vier jüngeren Brüdern überfielen.

    Vor allen Dingen nach dem mir der Dritte tot vor die Füße fiel, nachdem der Zweite zehn Monate vorher an Leukämie mit 13Jahren ganz plötzlich gestorben war.

    Ich bin gegen den Tod Amok gelaufen und tue es in gewisser Weise heute noch. Heute laufe Amok gegen Menschen, Behörden die versuchen das Leben aus einem auszusaugen und zu vergällen.

    @ Kann man einfach so weitermachen?

    Nein ich konnte es nicht und will es auch nicht mehr. Aber die Veränderung geht nur langsam von statten. Der Tod ist ein sagenhafter Gleichmacher. Dieses Leben endet einmal mit dem Tod. Wer ihn annimmt als eine schreckliche Realität verliert langsam aber sicher seine Angst vor ihm und lernt dankbar und glücklich jeden Augenblick zu schätzen. Jeder Abschied ist ein kleiner Tod. Jeder Schlaf ist ein kleiner Tod und ich wache anders wieder auf, als ich eingeschlafen bin.Das ist dann wie eine Auferstehung
    Der Tod hat dann nicht mehr das letzte Wort. Ich lebe mein Sterben und habe keine Ahnung was der heutige Tag mir bringt.
    Es bleibt nur die Frage, was für ein ich sein will, Angesichts des Todes?

    Kommentar von rotegraefin — 13.August 2008 @ 11:28


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