Ich fühle mich, als wäre ich gelähmt. Ständig sind meine Gedanken bei ihr. Die Nacht war schlaflos. Die Gedankenmaschinerie kreist. Und ständig drängt sich die leise Angst ein, wann wohl mich so eine schreckliche Nachricht erreichen wird- so viel, wie mein Liebster im Auto unterwegs ist. Ich passe auf! sagt er. Ohne Zweifel. Und dennoch gibt es jeden Morgen irgendeinen Idioten, der aufsteht und Unschuldige in den Tod reisst, selbst aber lustig weiter vor sich hin lebt.
Zorn. Wut. Trauer. Fassungslosigkeit.
Immer wieder der Moment, der mich innehalten und zweifeln lässt. Der Gedanke: Das kann doch gar nicht sein! Das muss ein Versehen sein! Ein großer Irrtum! Ich bewundere sie für ihre Worte, die sie gefunden hat. Diese Stärke, die da durchklingt. Und trotzdem frage ich mich: Ist das so? Ist man für die Kinder willen stark? Kann man einfach so weitermachen? Ich bin immer noch gelähmt und fühle mich hilflos. Zumal ich dieses Menschen ja gar nicht wirklich kenne. Und mich dieses Schicksal so sehr mitnimmt.
Sag mir- uns- bitte Bescheid, wenn wir Dir irgendwie helfen können, liebe Ulrike! Ich glaube, dass es ganz vielen da draussen ähnlich geht und sie gerne helfen würden, nur nicht wissen wie…